13.6.2016 | Bundesbeauftragter für Stasi-Unterlagen besucht Gedenkstätte

Roland Jahn
Der neu gewählte Bundesbeauftragte für die Unterlagen des DDR-Staatssicherheitsdienstes, Roland Jahn, hat heute die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen besucht. Nach einem Rundgang mit dem Direktor Hubertus Knabe durch die Männerunterkünfte des ehemaligen Strafgefangenenarbeitskommandos stand Jahn den Mitarbeitern der Stiftung Rede und Antwort.

Kurz nach seiner Wiederwahl am 9. Juni setzt Jahn damit ein Zeichen: Die Gedenkstätte sei ein enger Kooperationspartner der Bundesbehörde. Die enge Zusammenarbeit solle auch für die Forschung und für künftige Ausstellungsprojekte intensiviert und ausgebaut werden, so Jahn. Die Eigenständigkeit der Gedenkstätte dürfe dabei nicht angetastet werden..

Der frühere DDR-Oppositionelle führte aus, dass die Digitalisierung der Aktenbestände des Stasi-Archivs Priorität habe. Auf diese Weise würden die Unterlagen für private Anträge, aber auch für die Forschung und Presse besser zugänglich gemacht.

Als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Stiftung hat sich Jahn über die Baumaßnahmen informiert, die in den nächsten Jahren anstehen. Ab Sommer 2017 soll im so genannten Bauabschnitt II ein Großteil der historischen Gebäude denkmalgerecht saniert und teilweise umgebaut werden. Dazu zählen alle historischen Oberflächen wie Tapeten, Fließen, PVC-Böden und Anstriche.