20.7.2015 | Regierender Bürgermeister besichtigt Gedenkstätte

Buergermeister Mueller Gestik
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller besuchte am Montag, den 20. Juli das frühere Stasi-Gefängnis in Berlin-Hohenschönhausen.

Zusammen mit Gedenkstättendirektor Hubertus Knabe besichtigte er die Ende 2013 eröffnete Dauerausstellung „Inhaftiert in Hohenschönhausen: Zeugnisse politischer Gewalt 1945-1989“.

Auf 700 Quadratmetern zeigt die Ausstellung rund 500 seltene Exponate und mehr als 300 historische Fotos. Zusätzlich stehen den Besuchern 100 Medienstationen und seit Juli 2015 auch ein mehrsprachiger Audio-Guide zur Verfügung. Besonders beeindruckend seien für Müller die Briefe der Häftlinge gewesen, die in ihren Zellen allein gelassen wurden und versucht haben, Selbstmord zu begehen.

In seinem Gästebucheintrag betont Müller den Wert der Freiheit: „Wer sich heute mit Unrecht und Unfreiheit auseinandersetzt, kann die Zukunft in Freiheit und Demokratie gestalten.“

Mit fast 440.000 Besuchern pro Jahr gehört die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen zu den meistbesuchten Erinnerungsorten Berlins. Wegen Überfüllung mussten jedoch allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres über 800 Gruppen mit mehr als 30.000 Teilnehmern abgewiesen werden. Eine Entlastung könnte Knabe zufolge die Öffnung des damaligen Ost-Berliner Polizeigefängnisses in der Keibelstraße bieten. Hierbei hofft er auf die Unterstützung des Regierenden Bürgermeisters. Müller sagte einer Prüfung der Nutzungsmöglichkeiten zu.