27.6.2017 | Der Aufarbeitung eine Zukunft!

BSTU Akten
Im Mai 2017 jährt sich die Arbeitsaufnahme der ersten Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zum 25. Mal. Begünstigt durch den offenen Aktenzugang, richteten seit 1990 zahlreiche Historikerinnen und Historiker ihren Fokus auf die Geschichte der DDR. Inzwischen wurden fast siebentausend Bücher zu dem Thema publiziert.

Der Aufarbeitung eine Zukunft!

Plädoyer für eine Stärkung der Gedenkstätten im Forschungsverbund „SED-Unrecht“

Veröffentlicht in: Die politische Meinung, Nr. 544, Mai/Juni 2017, 62. Jahrgang, S. 109-112

Von Dr. Stefan Donth

Doch erreicht das Wissen auch alle Bürger unseres Landes? Die anhaltende Diskussion etwa über die Frage, ob die DDR ein Unrechtsstaat war, offenbart Wissenslücken in der Gesellschaft. Die Konturen des Unrechtsstaates verschwimmen immer mehr. Mehr als 26 Jahre nach dem Ende der DDR wächst die Sorge, dass die historische Erfahrung, in einer sozialistischen Gesellschaft zu leben, in Vergessenheit gerät. Insbesondere die Regierungsbeteiligung der Linkspartei in Brandenburg, Thüringen und Berlin sehen viele als Beleg dafür. Dass die Linkspartei einen ehemaligen hauptamtlichen Stasimitarbeiter zum Staatssekretär berief und diese Entscheidung bis heute verteidigt, lässt zahlreiche Bürger mit Unbehagen in die Zukunft blicken.

Download des Artikels

Vorschlag zur Zitierweise: Stefan Donth, Der Aufarbeitung eine Zukunft! Plädoyer für eine Stärkung der Gedenkstätten im Forschungsverbund „SED-Unrecht“, Berichte und Meinungen, 05/2017