Die Toten des sowjetischen Speziallagers Nr. 3

Laufzeit 2010 bis 2014

In der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) unterhielt das NKWD/Ministerium für Innere Angelegenheiten (MWD) der Sowjetunion bis Anfang 1950 insgesamt zehn Speziallager und drei Innere Gefängnisse.

Im verhältnismäßig kleinen sowjetischen Lagerstandort Berlin-Hohenschönhausen, zu dem das Speziallager Nr. 3 in der Genslerstraße und das Haftarbeitslager des operativen Sektors Berlin gehörten, verstarben zwischen 1945 und 1948 rund 1.000 Personen. Das nach mehrjähriger Recherchearbeit entstandene Totenbuch der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen dokumentiert nunmehr die Namen und weitere biografische Angaben von 702 Verstorbenen.

Das Totenbuch richtet sich vor allem an die Hinterbliebenen und Angehörigen, die teilweise bis heute auf konkrete Antworten warten müssen. So bemüht sich die Gedenkstätte, einen fundierten Gesamtüberblick über die in den Speziallagern verstorbenen Personen zu geben, das Schicksal der Betroffenen endgültig aufzuklären und ihre Identität über den Tod hinaus zu bewahren.