26.1.2017 | Das geheime Arbeitslager des sowjetischen Geheimdienstes in Berlin-Hohenschönhausen

Luftbild 1945
Berlin-Hohenschönhausen war einer der ersten Stadtteile der Reichsmetropole, der im April 1945 von der Roten Armee besetzt wurde. In der Folgezeit beschlagnahmte die sowjetische Besatzungsmacht dort für ihre Zwecke eine Reihe von Betrieben, requirierte eine Vielzahl von Wohnhäusern und richtete schließlich in weiten Teilen des Obersee- und Orankeviertels sowie im Bereich der Gensler Straße/Freienwalder Straße zwei Sperrgebiete ein.

Das geheime Arbeitslager des sowjetischen Geheimdienstes in Berlin-Hohenschönhausen

Von Peter Erler

Veröffentlicht in: Zeitschrift des Forschungsverbundes SED-Staat 12/2002, S. 98-117

Berlin-Hohenschönhausen war einer der ersten Stadtteile der Reichsmetropole, der im April 1945 von der Roten Armee besetzt wurde. In der Folgezeit beschlagnahmte die sowjetische Besatzungsmacht dort für ihre Zwecke eine Reihe von Betrieben, requirierte eine Vielzahl von Wohnhäusern und richtete schließlich in weiten Teilen des Obersee- und Orankeviertels sowie im Bereich der Gensler Straße/Freienwalder Straße zwei Sperrgebiete ein.

Auf dem von den sowjetischen Sicherheitsorganen (NKWD, MGB, MWD) bis 1951 besetzten ehemaligen Industriegelände im Umkreis der Genslerstraße/Freienwalder Straße war neben dem Speziallager Nr. 3 (1945/46), dem zentralen Untersuchungsgefängnis des MGB (1947-1951) und der Abteilung Speziallager (1945-1950) auch ein kleines Zwangsarbeitslager untergebracht. Bis heute liegen über seine Existenz nur wenige, fragmentarische Informationen, hauptsächlich von Zeitzeugen, veröffentlicht vor. Der folgende Beitrag stellt einen ersten Schritt zur Erforschung dieser geheimen Hafteinrichtung dar.

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Vorschlag zur Zitierweise: Peter Erler, Das geheime Arbeitslager des sowjetischen Geheimdienstes in Berlin-Hohenschönhausen, Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Studien und Analysen, 03/2017