27.1.2017 | Der sowjetische Geheimdienstbevollmächtigte am Berliner Obersee

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1945 und bis weit in das Jahr 1946 hinein wurden in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) die gesamten Aktivitäten der sowjetischen Geheim- und Sicherheitsdienste Volkskommissariat des Innern (NKWD) und Volkskommissariat für Staatssicherheit (NKGB) vom NKWD-Bevollmächtigten in Deutschland, Generaloberst Iwan A. Serow, kontrolliert.

Der sowjetische Geheimdienstbevollmächtigte am Berliner Obersee

Von Peter Erler

Veröffentlicht in: Zeitschrift des Forschungsverbunds SED-Staat, 26/2009, S. 61-67

Der Vertraute von Lawrenti Berija war gleichzeitig Stellvertreter des Volkskommissars des Innern der UdSSR und fungierte außerdem noch als stellvertretender Chef der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD).

Als NKWD-Bevollmächtigtem unterstanden ihm Anfang 1946 neben dem Sicherheitsapparat, bestehend aus über 200 Opergruppen auf Kreis-, Bezirks- und Sektorenebene mit den angeschlossenen Untersuchungsgefängnissen, u.a. zehn Regimenter der Inneren Truppen des NKWD und die von der Abteilung Speziallager verwalteten Lager und Gefängnisse. Serow besaß durch diese Ämterhäufung eine ungeheure Machtfülle und war nach SMADChef Marschall Georgi Shukow im Prinzip der zweite Mann in Ostdeutschland.

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Vorschlag zur Zitierweise: Peter Erler, Der sowjetische Geheimdienstbevollmächtigte am Berliner Obersee, Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Studien und Analysen, 04/2017