1.2.2017 | Haft, Verrat und Widerstand

Ostbuero
Das hier erstmals publizierte Dokument wirft ein Schlaglicht auf den sozialdemokratischen Widerstand in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ). Gleichzeitig illustriert es eindrücklich die Repressionspraxis der sozialistischen Besatzungsmacht in Deutschland.

Haft, Verrat und Widerstand. Ein „Agent“ des Ostbüros
berichtet

Von Peter Erler

Veröffentlicht in Zeitschrift des Forschungsverbunds SED-Staat 11/2002, S. 194-206.

Der Autor des Rapports, Karl Heinz Quade, wurde am 10. Juli 1927 in Memel geboren. Nach Ausweisung durch die Litauer im Januar 1934 kam er mit seiner Familie nach Dresden. Dort besuchte Quade die Volksschule und später das Wettiner Gymnasium. Nach dem Dienst als Luftwaffenhelfer und beim Reichsarbeitsdienst 1944 beendete er seinen kurzzeitigen Fronteinsatz durch „Entfernung von der Truppe“ Ende April 1945 in der Tschechien. Wegen seiner Jugend und einer hochgradigen Dystrophie blieb ihm eine jahrelange Kriegsgefangenschaft erspart. Aus einem Lager in Frankfurt (Oder) entlassen, traf er am 20. August 1945 wieder in Dresden ein, wo er in die neu gegründete SPD eintrat.

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Vorschlag zur Zitierweise: Peter Erler, Haft, Verrat und Widerstand. Ein „Agent“ des Ostbüros
berichtet, Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Studien und Analysen, 06/2017