Pädagogische Arbeitsstelle

Kinder und Jugendliche kennen die DDR heute nur noch vom Hörensagen. Umfragen zufolge wissen Schüler aus Ost und West kaum mehr etwas über die kommunistische Diktatur auf deutschem Boden. Viele nehmen an, dass es dort demokratische Wahlen gab oder der DDR-Staatssicherheitsdienst ein ganz normaler Geheimdienst war.

Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen hat deshalb spezielle pädagogische Angebote für Schüler und Lehrer entwickelt. In Führungen, Seminaren und Projekttagen erhalten junge Menschen Einblicke in das Leben in der DDR. Die Begegnung mit Zeitzeugen spielt dabei ebenso eine Rolle wie der Bezug zur Gegenwart.

Die Bildungsarbeit der Gedenkstätte wird von der Pädagogischen Arbeitsstelle (PAS) betreut. Drei Lehrkräfte, abgeordnet von der Berliner Bildungssenatorin, organisieren die Seminare und Projekttage.

Ansprechpartner


Grit Keller
Tel.: 030 / 98 60 82-430
Fax: 030 / 98 60 82-464
g.keller [at] stiftung-hsh.de

Katrin Graf, Ute Kietzmann, Dr. Christine Lasch, Dominik Ortner
Tel.: 030 / 98 60 82-429
Fax: 030 / 98 60 82-464
pdg.arbeitsstelle [at] stiftung-hsh.de

Download:
Flyer zu den pädagogischen Angeboten

Mit finanzieller Unterstützung der

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  • Projekttage

    Dauer: 5 Stunden

    Die Gedenkstätte bietet Projekttage an, die weitergehende Informationen über die DDR vermitteln. Sie bestehen aus einer Einführung, einem Rundgang durch die ehemalige Haftanstalt sowie der Arbeit mit Texten und Medien gemäß dem Konzept des „forschenden Lernens“. Die Themen können mit der Pädagogischen Arbeitsstelle vorher abgestimmt werden. Die Projekttage sind kostenpflichtig.

    Sekundarstufe I

    Alltag in der DDR
    In Kleingruppen beschäftigen sich die Jugendlichen mit verschiedenen Aspekten des DDR-Alltags (z.B. Erziehung, Staatssicherheitsdienst, politische Strukturen, Opposition). Anschließend präsentieren sie ihre Ergebnisse im Plenum. Dabei werden auch Gefährdungen der Demokratie in der Gegenwart angesprochen.

    Politische Haft in der DDR
    In Kleingruppen arbeiten die Jugendlichen in der Dauerausstellung der Gedenkstätte. Anhand ausgewählter Exponate und Medien beantworteten sie Fragen zum System der politischen Verfolgung in der DDR. Anschließend präsentieren sie ihre Ergebnisse im Plenum.

    Sekundarstufe II

    Die Diktatur der SED
    Im Zentrum stehen die politischen Strukturen der DDR. Dabei arbeiten die Jugendlichen vorrangig mit Primärquellen (z.B. DDR-Gesetze, MfS-Richtlinien, Propagandalieder). Anschließend präsentieren sie ihre Ergebnisse im Plenum. Dabei werden insbesondere die Unterschiede zwischen Diktatur und Demokratie herausgearbeitet.

    Das Selbstverständnis der Täter
    In Kleingruppen arbeiten die Jugendlichen in der Dauerausstellung der Gedenkstätte. Anhand ausgewählter Exponate und Medien beantworteten sie Fragen zum Selbstverständnis und zu den Methoden des DDR-Staatssicherheitsdienstes. Die Ergebnisse werden anschließend im Plenum präsentiert.

    Kirche in der DDR
    In Kleingruppen beschäftigen sich die Jugendlichen mit der Rolle der evangelischen Kirchen in der DDR. Anhand unterschiedlicher Quellen (z.B. SED-Verlautbarungen, Stasi-Dokumente, Erfahrungsberichte) beantworten sie Fragen zum Alltag der Christen zwischen Ausgrenzung, Anpassung und Opposition. Anschließend präsentieren sie ihre Ergebnisse im Plenum.

    Kunst und Aufarbeitung
    In einem ein- oder mehrtägigen Projektformat setzen sich die Schüler künstlerisch und historisch mit dem Thema "Staatssicherheit" am historischen Ort auseinander. Unter aktiver Begleitung des Künstlers und Zeitzeugen Gino Kuhn erarbeiten die Seminarteilnehmer eigene künstlerische Produkte. Gearbeitet wird mit Pastellfarben, Kohle, Acrylfarben oder Ton. Die Schüler können unter pädagogischer Anleitung in der Daueraustellung weitere Anregungen für ihre künstlerische Arbeit gewinnen.
    Die fertigen Exponate geben Anlass zu Austausch und Reflektion über das Geschehen am historischen Ort.


    Kosten:

    Normaltarif bis maximal 25 Personen: 180 Euro
    Ermäßigungstarif bis maximal 25 Personen: 140 Euro
    Schülertarif bis maximal 30 Personen: 75 Euro

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  • Unterrichtsmaterial

    Die Kollegen der Pädagogischen Arbeitsstelle bieten Ihnen Unterrichtsmaterial mit Synopsen, Quellen (Kopiervorlagen) und Arbeitsaufträgen für Schüler an. Darin werden verschiedene Sachgegenstände für den Geschichts- und Politikunterricht abgehandelt, beispielsweise "Die Welt der Lager“, „Politische Verfolgung in der DDR aus Opfer- und Täterperspektive“ sowie „Haftbedingungen in der Untersuchungshaftanstalt Berlin-Hohenschönhausen“.

    Das Material wurde in Kooperation mit dem Berliner Landesinstitut für Schule und Medien (LISUM) entwickelt.

    Zum Download
    Dateiformat: pdf, Dateigröße: 6 MB

  • Mobiles Learning Center

    Für Schulen in Berlin steht ein mobiles Informationsangebot zur Verfügung. Ein ehemaliger Gefangenentransporter des Staatssicherheitsdienstes fährt die Schulen an. Die Schüler können das Fahrzeug besichtigen und sich mittels Hörstationen Berichte ehemaliger Häftlinge anhören. Der Einsatz kann mit einem Projekttag oder einem Zeitzeugengespräch verbunden werden. Die mitreisende Ausstellung „Erwachsenwerden in der DDR“ kann bis zu drei Wochen ausgeliehen werden. Für das Angebot wird eine geringe Unkostenpauschale erhoben.

  • Zeitzeugenseminare

    Dauer: 3 Stunden

    Für Interessierte, die sich intensiver mit der DDR beschäftigen wollen, bietet die Gedenkstätte Führungen mit anschließendem Zeitzeugengespräch an. Nach einer Einführung nimmt die Gruppe an einem Rundgang durch das Gefängnis teil. Anschließend findet ein Gespräch mit einem ehemaligen Gefangenen statt, bei dem es um die politischen Hintergründe seiner Inhaftierung geht. Die Zeitzeugenseminare sind kostenpflichtig.

    Kosten:

    Normaltarif bis maximal 25 Personen: 120 Euro
    Ermäßigungstarif bis maximal 25 Personen: 90 Euro
    Schülertarif bis maximal 25 Personen: 50 Euro

    Kontakt
    Besucherdienst
    Tel.: 030 / 98 60 82-30
    Fax: 030 / 98 60 82-36
    besucherdienst@stiftung-hsh.de

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