9.12.2014 | Auszeichnung für Stasiopfer-Gedenkstätte

„Berliner Friedensuhr“ geht an Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen wird am Donnerstag (11.12., 19.00 Uhr) mit der Berliner Friedensuhr ausgezeichnet. Das Berliner Komitee für UNESCO-Arbeit vergibt den Preis seit 2003 an Persönlichkeiten oder Institutionen, die auf Grundlage der Allgemeinen Erklärung der Menschen-rechte zur Überwindung von Mauern zwischen Rassen, Klassen, Völkern, Nationen, Kulturen, Ideologien, Konfessionen, Parteien und Menschen exemplarisch beigetragen haben. Der Preis wird im Atrium der Deutschen Bank in Berlin-Mitte verliehen. Außer der Gedenkstätte wird auch die frühere Bürgerrechtlerin Ulrike Poppe geehrt.

Das UNESCO-Komitee begründete die Auszeichnung damit, dass die Gedenkstätte im ehemaligen Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen durch ihre tägliche Arbeit die früheren Gefängnismauern überwinde, hinter denen die Menschenrechte mit Füßen getreten worden seien. Sie reiße die Mauern nachträglich nieder und rehabilitiere damit die Opfer. Gedenkstättendirektor Hubertus Knabe bedankte sich für die Ehrung und sagte: „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung. Sie gilt allen Mitarbeitern, die zum Erfolg der Gedenkstätte beigetragen haben, vor allem aber den ehemaligen Häftlingen, die hier heute die Besucher durchführen.“

Die Verleihung der Berliner Friedensuhr geht auf den Juwelier Jens Lorenz zurück. Dieser baute 1989 eine fast 3 Meter hohe und 2,5 Tonnen schwere Uhr mit der Inschrift „Zeit sprengt alle Mauern“. Er wollte damit ein Zeichen der Hoffnung setzen, dass sich Ost und West wiedereinigen mögen. Bei der Vorstellung der Uhr am 9. November 1989 sickerte die Nachricht vom Fall der Mauer durch. Die Preisträger, zu denen unter anderem Hans-Dietrich Genscher, Michail Gorbatschow, Ronald Reagan, Helmut Kohl, George Bush sen. und Papst Johannes Paul II. gehören, erhalten eine 30 cm hohe Replik der Uhr.

Wann: Donnerstag, 11. Dezember 2014, 19.00 Uhr
Wo: Atrium der Deutschen Bank, Unter den Linden 13-15, 10117 Berlin

Kontakt:
André Kockisch
Tel. 030 / 98 60 82-413
a.kockisch@stiftung-hsh.de

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