23.4.2014 | Gedenkstätte erinnert an DDR-Verleger Walter Janka

Buchvorstellung und Lesung zum 100. Geburtstag

Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen erinnert am Donnerstag (24.04., 19.00 Uhr) mit einer Veranstaltung an den früheren Leiter des Ost-Berliner Aufbau-Verlags Walter Janka, der am 29. April 100 Jahre alt geworden wäre. Im ehemaligen Kellergefängnis des DDR-Staatssicherheitsdienstes, in dem Janka in den 1950er Jahren inhaftiert war, findet dazu eine szenische Lesung statt. Ergänzt wird sie durch Erinnerungen des Zeitzeugen Arno Drefke, der 1953 ebenfalls dort inhaftiert war. Jankas Erinnerungen an seine Verhaftung erschienen 1989 unter dem Titel „Schwierigkeiten mit der Wahrheit“ und markieren den Beginn der öffentlichen Aufarbeitung politischer Verfolgung in der DDR.

Bei der Veranstaltung wird auch ein neues Buch über den Verleger vorgestellt. In dem Sammelband „Zu Kreuze kriechen kann ich nicht! Walter Janka – Erinnerungen und Lebenszeugnisse“ gewähren Weggefährten, Kollegen, Angehörige und Freunde Einblick in das Leben des Verlegers, der mit zahlreichen prominenten Autoren befreundet war. Über sein wechselvolles Leben diskutieren im zweiten Teil der Veranstaltung die Herausgeberin des Buchs, Heike Schneider, der Enkelsohn Jankas, Oliver Blackert, und der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Michael Rohrwasser. Der Eintritt ist frei.

Zeit: 24. April 2014, 19.00 Uhr
Ort: Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Genslerstraße 66, 13055 Berlin

Kontakt:
André Kockisch

Tel. 030 / 98 60 82-413
a.kockisch@stiftung-hsh.de

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