17.2.2014 | Geflohener Ex-Funktionär berichtet über Nordkorea

Veranstaltung im ehemaligen Stasi-Gefängnis

Am Mittwoch (19.02.) berichtet ein hochrangiger geflüchteter Funktionär erstmals in Deutschland aus dem Inneren der Diktatur in Nordkorea. Der ehemalige Regierungsberater für die Beziehungen zwischen Süd- und Nordkorea Jang Jin-sung hält in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen um 19.00 Uhr einen Vortrag und stellt sich anschließend der Diskussion. Durch seine frühere Tätigkeit verfügt er über ein beispielloses Wissen über die nordkoreanische Regierung. In Kürze erscheinen in der Verlagsgruppe Random House seine Erinnerungen.

Jang Jin-sung arbeitete nach seinem Literaturstudium in der „Abteilung der einheitlichen Front“ (UFD), die für Spionage, Diplomatie und Außenpolitik zuständig ist. Den früheren Diktator Kim Jong Il beeindruckten Jangs Talente als Dichter so sehr, dass er ihn zweimal privat traf und vor Verfolgung schützte. Nachdem Jang Jin-sung verbotene Bücher an Freunde verliehen hatte, geriet er jedoch zunehmend in den Fokus der Geheimpolizei. 2004 floh er deshalb nach Südkorea. Hier arbeitete er zunächst als Nordkorea-Analyst für die südkoreanische Regierung. 2011 gründete er dann die Nachrichtenagentur New Focus, die regelmäßig Interna aus Nordkorea veröffentlicht.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Europäischen Allianz für Menschenrechte in Nordkorea (EAHRNK) statt.

Zeit: Mittwoch, 19. Februar 2014, 19.00 Uhr
Ort: Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Genslerstr. 66, 13055 Berlin

Kontakt:
André Kockisch

Tel. 030 / 98 60 82-413
a.kockisch@stiftung-hsh.de

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