13.8.2014 | Mauergedenken an der Glienicker Brücke

Gedenkstättenleiter verurteilt DDR-Verharmlosung

Auf einer Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer der Berliner Mauer hat sich der stellvertretende Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen Helmuth Frauendorfer gegen aktuelle Tendenzen gewandt, die DDR zu verharmlosen. „Es ist unsäglich, dass diejenigen, die die Verharmlosung der DDR propagieren, häufig immer noch als die besseren Menschen gelten oder zumindest als die besseren Extremisten. Ich fordere, dass mit Linksextremisten nicht anders umgegangen wird als mit Rechtsextremisten.“

Auf der Gedenkveranstaltung an der Glienicker Brücke in Berlin erinnerte Frauendorfer daran, dass der Bau der Berliner Mauer im Namen einer bestimmten Ideologie, nämlich der des Kommunismus erfolgt sei. „Auch die Erbauer der Berliner Mauer waren linke Extremisten. Umso erstaunlicher ist es, wie gleichgültig heute mit ihren ideologischen und politischen Nachfolgern umgegangen wird.“ Der stellvertretende Gedenkstättendirektor spielte damit auf die Entscheidung von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig an, die Aufklärung über die Gefahren des Linksextremismus in Zukunft nicht mehr zu fördern.

Die Gedenkveranstaltung an der Glienicker Brücke wird jedes Jahr am 13. August von den Landesverbänden der CDU in Berlin und Brandenburg durchgeführt. Neben Frauendorfer nahmen an ihr unter anderem die CDU-Landeschefs von Berlin und Brandenburg, Frank Henkel und Michael Schierack, teil.

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