2.1.2014 | Neuer Besucherrekord in Ex-Stasi-Gefängnis

Über 385.000 Menschen besuchten 2013 Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen / DDR-Zeitzeugen auch in Schulen sehr gefragt

Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen hat einen neuen Besucherrekord verzeichnet. Über 385.000 Menschen besuchten 2013 die ehemalige Untersuchungshaftanstalt des DDR-Staatssicherheitsdienstes. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Zuwachs von mehr als 15.000 Besuchern. Seit Gründung der Gedenkstätte vor 19 Jahren sind die Besucherzahlen damit ununterbrochen angestiegen. Insgesamt haben mehr als drei Millionen Menschen das einstige Stasi-Gefängnis besichtigt.

Mehr als 369.000 Interessierte nahmen 2013 allein an Führungen durch die original erhaltene Haftanstalt teil. Über 60 Prozent (228.000) waren Jugendliche. Die meisten Besucher (274.000) kamen im Rahmen einer Gruppenführung, vor allem aus Bayern (43.000), Nordrhein-Westfalen (42.400) und Baden-Württemberg (35.000). Demgegenüber wurden aus Berlin (14.000) rund 16 Prozent weniger Gruppenbe-sucher (2.000) als 2012 gezählt. Besonders stark stieg die Zahl der ausländischen Gäste an – um zehn Prozent auf 74.000 Personen. Die zahlreichen Touristen, die die Gedenkstätte einzeln besichtigten, sind noch nicht in dieser Zahl enthalten.

Auch die neue Dauerausstellung der Gedenkstätte stieß auf großes Interesse. Seit ihrer Eröffnung Anfang Oktober wurde sie bereits von mehr als 20.000 Menschen besucht. Für den dafür notwendigen Umbau der Gedenkstätte hatten die Bundesregierung und das Land Berlin insgesamt 16,2 Millionen Euro bereitgestellt.

Die Gedenkstätte entsandte darüber hinaus Hunderte DDR-Zeitzeugen an Schulen und andere Bildungseinrichtungen. So wurden 2013 insgesamt 586 Zeitzeugengespräche mit mehr als 29.000 Teilnehmern organisiert. Im Vergleich zum Vorjahr (514) ist das eine Steigerung von 14 Prozent. Deutschlandweit fanden damit im Schnitt jede Woche elf DDR-Zeitzeugengespräche statt. Das Koordinierende Zeitzeugenbüro (KZB) an der Gedenkstätte vermittelt seit Juni 2011 Zeitzeugenge-spräche an Schulen und Bildungseinrichtungen. Die gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätten Berlin-Hohenschönhausen und Berliner Mauer sowie der Bundesstiftung Aufarbeitung wird von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien finanziert.

Kontakt:
André Kockisch

Tel.: 030 / 98 60 82-413
a.kockisch@stiftung-hsh.de

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