28.1.2014 | Russischer Schriftsteller Granin besucht Stasi-Gefängnis

Führung mit ehemaligem politischen Häftling

Der russische Schriftsteller Daniil Granin hat für den heutigen Dienstag (28.01., 14.00 Uhr) kurzfristig einen Besuch der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen angekündigt. Granin hatte im Deutschen Bundestag anlässlich der Gedenkstunde zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus eine Rede gehalten. Nach der Begrüßung durch den Direktor der Gedenkstätte, Hubertus Knabe, führt ihn der ehemalige politische Häftling Reinhard Fuhrmann durch das frühere zentrale Stasi-Gefängnis.

Von 1945 bis 1951 befanden sich ein sowjetisches Speziallager und die zentrale Untersuchungshaftanstalt des sowjetischen Geheimdienstes in Berlin-Hohenschönhausen. Granin verbrachte seine Kindheit in Sankt Petersburg. Während des Zweiten Weltkrieges meldete er sich 1941 freiwillig und wurde Panzeroffizier. 1942 trat er in die KPdSU ein. Er war 1954 bis 1969 Sekretär der Leningrader Abteilung des Schriftstellerverbandes der UdSSR. Viele seiner Novellen und Romane beschäfti-gen sich mit der Arbeit von Wissenschaftlern und Technikern und ihrer ethischen Verantwortung. Ein weiteres beherrschendes Thema ist der Zweite Weltkrieg und seine Folgen.

Kontakt:
André Kockisch
Tel. 030 / 98 60 82-413
a.kockisch@stiftung-hsh.de

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