21.11.2014 | Spionagethriller in ehemaligem Stasi-Gefängnis

Steven Spielberg inszeniert Agentenaustausch zwischen Ost und West

Im ehemaligen zentralen Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit finden kommende Woche Dienstag und Mittwoch (25. / 26.11.) Dreharbeiten für den Agententhriller „St James Place“ statt. Der Film unter der Regie von Steven Spielberg handelt vom ersten groß angelegten Austausch von Spionen zwischen der Sowjetunion und den USA Anfang der 60er Jahre. Eingefädelt wurde die Aktion vom amerikanischen Anwalt James Donovan. Er wird vom Hollywood-Schauspieler Tom Hanks dargestellt.

Der KGB-Spion Rudolf Abel und der amerikanische Pilot Francis Gary Powers wechselten 1962 auf der Glienicker Brücke die Seiten. Die Verbindung zwischen Berlin-Wannsee und Potsdam entwickelte sich so zur Agentenbrücke des Kalten Kriegs. Abel saß als sowjetischer Top-Spion seit 1957 in amerikanischer Haft. Powers war 1960 während eines Spionagefluges über der UdSSR abgeschossen worden.

Im Zusammenhang mit dem Austausch wurde auch der damals 28-jährige Student der Osteuropawissenschaften Frederic Pryor freigelassen. Die Stasi hatte ihn im Sommer 1961 unter Spionagevorwürfen verhaftet. Nach sechs Monaten im Untersuchungsgefängnis in Berlin-Hohenschönhausen wurde er im Februar 1962 am Grenzübergang Checkpoint Charlie den Amerikanern übergeben.

Aufgrund der Dreharbeiten kann es für Besucher zwischen 12.00 und 18.00 Uhr während der Rundgänge zu zeitweiligen Einschränkungen kommen.

Kontakt:
André Kockisch

Tel. 030 / 98 60 82-413
a.kockisch@stiftung-hsh.de

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