6.10.2014 | Stasi-Gefangenentransporter rollen durch Berlin wie im Herbst 1989

Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen beteiligt sich am 7. Oktober am inszenierten Revolutionszug

Mit zwei historischen Gefangenentransportern der DDR-Staatssicherheit
beteiligt sich die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen am Dienstag, dem 7. Oktober 2014, am inszenierten Revolutionszug vom Berliner Alexanderplatz zur Gethsemanekirche. Damit soll an die dortigen Protestereignisse vor 25 Jahren erinnert werden.

Ab 16.00 Uhr befindet sich vor der Gethsemanekirche ein Gefangenentransporter der Marke Barkas. Mitarbeiter der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und Zeitzeugen werden über die Inhaftierungs- und Verhörmethoden der DDR-Staatssicherheit informieren. Der umgebaute Transporter ist mit sechs mobilen Hörstationen ausgestattet, an denen ehemalige politische Häftlinge über ihre Erfahrungen berichten.

Der über drei Meter hohe W50-Gefangenentransporter wird gegen 17.30 Uhr an der Ecke Karl-Liebknecht-Str. / Mollstraße auf die Demonstranten warten. An dieser Kreuzung wurden vor 25 Jahren zahlreiche protestierende Jugendliche von Organen der DDR-Staatsmacht zusammengeschlagen und verhaftet. Sie wurden in solchen Gefängniswagen abtransportiert.

Im weiteren Verlauf der Inszenierung wird der W50 am Dienstag dem Revolu-tionszug bis zur Gethsemanekirche folgen. Dort wird um 19:00 Uhr eine durch die Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, MdB, geförderte Ausstellung im Rahmen einer Multimediaperfomance eröffnet.

Der Revolutionszug ist Teil der Veranstaltungsreihe „Die Entscheidung —
Der 7., 8. und 9. Oktober 1989 in Berlin, Plauen, Dresden und Leipzig“. Damit soll an die historisch bedeutenden Massendemonstrationen im Herbst 1989 erinnert werden, die die Weichen für die Friedliche Revolution in der DDR stellten. Durch das einmalige Engagement von 18 Institutionen der
Aufarbeitung werden die Ereignisse 25 Jahre nach der Friedlichen Revolution gemeinsam gewürdigt.

Kontakt:
Jennifer Kunze

Tel. 030 / 98 60 82-448
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