1.10.2015 | 25 Jahre Deutsche Einheit: Gedenkstätte feiert in Frankfurt am Main und Berlin

Gefangenentransporter veranschaulichen System politischer Verfolgung

Während der Feiern in Frankfurt am Main und Berlin zum Tag der Deutschen Einheit am kommenden Wochenende erinnert die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen an die Schließung des zentralen Stasi-Gefängnisses vor genau 25 Jahren.

Vom 2. bis 4. Oktober präsentiert die Gedenkstätte auf dem „Platz der Geschichte“ am Liebfrauenberg in Frankfurts Zentrum einen originalen Gefangenentransporter der Staatssicherheit, der zu einem Lernmobil umgerüstet wurde. Zeitzeugen berichten vor Ort von ihren Erfahrungen in der DDR. Mitarbeiter der Stiftung stehen Rede und Antwort.

Am 3. Oktober ist die Gedenkstätte auch vor der hessischen Landesvertretung in Berlin (In den Ministergärten 5) mit einem zweiten Gefangenentransporter präsent. In den beengten Zellen des sogenannten W50 wurden Häftlinge in andere Gefängnisse oder zu ihrem Prozess gebracht.

Die Schließung der Haftanstalt im Berliner Stadtteil Hohenschönhausen erfolgte am 3. Oktober 1990. Im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands übernahm damals die West-Berliner Justizverwaltung die Kontrolle über alle Ost-Berliner Gefängnisse. Die Schlüssel der Haftanstalt wurden bereits am 2. Oktober übergeben. Am 4. Oktober wurden die 26 verbliebenen Insassen, darunter Ex-Stasi-Minister Erich Mielke, in die Haftanstalt Moabit im Westteil Berlins verlegt. Zwei Jahre später wurde das Gefängnis Hohenschönhausen unter Denkmalschutz gestellt. 1994 begann der Aufbau der heutigen Gedenkstätte.

Kontakt:
André Kockisch

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 030 / 98 60 82-413,
a.kockisch@stiftung-hsh.de

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