30.12.2015 | Besucherrekord in ehemaligem Stasi-Gefängnis

444.000 Menschen besuchten 2015 Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen hat einen neuen Besucherrekord verzeichnet. Knapp 444.000 Menschen besuchten im Jahr 2015 die ehemalige zentrale Untersuchungshaftanstalt des DDR-Staatssicherheitsdienstes. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Zuwachs von mehr als 8.000 Besuchern. Seit Gründung der Gedenkstätte 1994 sind die Besucherzahlen ununterbrochen angestiegen. Anfang Dezember 2015 konnte der viermillionste Besucher begrüßt werden.

Fast 389.000 Interessierte nahmen 2015 an einer Führung durch die original erhaltene Haftanstalt teil (2014: 375.000). Mehr als die Hälfte (214.000) waren Schüler. Die meisten Besucher (296.000) kamen im Rahmen einer Gruppenführung, vor allem aus Nordrhein-Westfalen (46.000), Bayern (46.000) und Baden-Württemberg (37.000). Aus Berlin kamen gleichbleibend 15.800 Gruppenbesucher. Aus den neuen Bundesländern kamen 14.000 Gruppenbesucher, ebenso wie im Vorjahr (2014: 14.400 Besucher).

Die Zahl der Gruppen aus dem Ausland sank 2015 um elf Prozent von 80.000 auf 72.000 Teilnehmer. Die meisten internationalen Gruppenbesucher kamen aus Norwegen (15.800), Dänemark (15.500), den Niederlanden (12.200) und Großbritannien (7.500). Im Gegensatz dazu stieg die Zahl der öffentlichen Rundgänge für Einzelbesucher um vier Prozent an (2015: 92.000 Teilnehmer). Grund dafür sind die zusätzlichen Führungen in deutscher und englischer Sprache, die in diesem Jahr angeboten wurden. Vor allem ausländische Berlin-Touristen konnten so besser angesprochen werden.

Die Dauerausstellung der Gedenkstätte stieß ebenfalls auf großes Interesse. Sie besuchten 2015 insgesamt 55.000 Menschen. Seit der Eröffnung Anfang Oktober 2013 verzeichnete sie somit mehr als 135.000 Besucher.

Kontakt:
André Kockisch, Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Telefon: 030 / 98 60 82-413
E-Mail: a.kockisch@stiftung-hsh.de

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