26.2.2015 | Gedenkstätte kooperiert mit Evangelischer Schulstiftung

Besuch des früheren Stasi-Gefängnisses künftig fester Bestandteil für evangelische Schulen

Der Besuch der ehemaligen zentralen Untersuchungshaftanstalt der DDR-Staatssicherheit in Berlin-Hohenschönhausen soll fester Bestandteil im Unterricht der Schulen der evangelischen Schulstiftung werden. Dies ist Teil einer Kooperationsvereinbarung, die am Donnerstag (05.03.) zwischen der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und der Schulstiftung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) unterzeichnet wird.

Die Gedenkstätte und die Schulen der Evangelischen Schulstiftung kooperieren künftig in politisch bildenden Fächern bei Schulprojekten zur Geschichte der beiden deutschen Staaten. In Verbindung mit der pädagogischen Arbeitsstelle der Gedenkstätte werden Unterrichtsmittel erarbeitet, die den Schülern die Themen SED-Diktatur, politisches Unrecht sowie Menschenrechte nahe bringen. Dabei spielt besonders die Bedeutung der evangelischen Kirche in der DDR für die Bürgerbewegung und die Friedliche Revolution im Herbst 1989 eine Rolle. Die Vereinbarung ist zunächst für vier Jahre gültig.

Die Vertragsunterzeichnung ist Teil eines Aktionstags für 120 Jugendliche, die sich im vergangenen Schuljahr an einem Schülerwettbewerb beteiligt hatten. Aus Anlass des 25. Jahrestags von Friedlicher Revolution und Mauerfall hatten die Evangelische Schulstiftung und die Bundesstiftung Aufarbeitung im Schuljahr 2013/2014 den Wettbewerb „frei und mutig – 1989/2014: Überleben in der Diktatur – Wege zur Freiheit“ ausgerufen. Die Teilnehmer des Wettbewerbs setzten sich in ihren Arbeiten mit der Rolle der Kirche vor, während und nach den Ereignissen im Herbst 1989 auseinander.

5. März 2015, 10.00 bis 14.30 Uhr
Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Genslerstraße 66, 13055 Berlin

Kontakt:
André Kockisch
Telefon: 030 / 98 60 82-413
E-Mail: a.kockisch@stiftung-hsh.de

Download der Pressemitteilung