29.4.2015 | Knabe fordert Mahnmal für Kommunismusopfer

Gedenkstätte zeigt Entwürfe der TU Darmstadt

Der Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, hat gefordert, in Berlin ein zentrales Mahnmal für die Opfer des Kommunismus zu errichten. „Nach jahrelangen Diskussionen wird es Zeit, für die Opfer politischer Verfolgung in der DDR ein Zeichen zu setzen. Der 25. Jahrestag der Wiedervereinigung wäre ein guter Zeitpunkt dafür. Ich bitte die Abgeordneten des Deutschen Bundestags, sich für einen entsprechenden Beschluss einzusetzen.“

Knabe schloss sich damit einer Forderung ehemaliger DDR-Bürgerrechtler und SED-Verfolgter an. Im November vergangenen Jahres hatten diese eine entsprechende Petition an Bundestagspräsident Norbert Lammert übergeben. Zu den Erstunterzeichnern gehörten die Grünen-Abgeordneten Marieluise Beck, der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Stephan Hilsberg, die frühere Stasiakten-Beauftragte Marianne Birthler sowie die ehemaligen DDR-Bürgerrechtler Ulrike Poppe und Rainer Eppelmann. Initiator des Aufrufs war die Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG).

Bis zum 8. Mai zeigt die Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen erste Entwürfe für das Mahnmal. In Kooperation mit der UOKG haben Studenten der Technischen Universität Darmstadt unterschiedliche Konzepte und Modelle entwickelt. Als Aufstellungsort ist der Spreebogenpark zwischen Hauptbahnhof und Bundestag vorgesehen. Die Ausstellung ist täglich zwischen 9.00 und 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Kontakt:
André Kockisch
Telefon: 030 / 98 60 82-413
E-Mail: a.kockisch@stiftung-hsh.de

Download der Pressemitteilung

Mahnmal Kommunismus 1

Mahnmal Kommunismus 2

Mahnmal Kommunismus 3

Mahnmal Kommunismus 4