11.8.2015 | Verkehrssituation vor Ex-Stasi-Gefängnis soll verbessert werden

Kooperationsprojekt zwischen Technischer Universität und Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen geplant

Um die zunehmenden Verkehrsprobleme vor dem ehemaligen Stasi-Gefängnis in Berlin-Hohenschönhausen zu lösen, hat die Gedenkstätte die Technische Universität (TU) Berlin um Hilfe gebeten. Im Wintersemester 2015 / 16 sollen Studenten des Fachgebietes Integrierte Verkehrsplanung ein Konzept für eine Verbesserung der Verkehrssituation erarbeiten. Die schmalen Straßen in dem zu DDR-Zeiten abgesperrten Gebiet sind dem Besucheransturm kaum noch gewachsen. Zu Spitzenzeiten drängeln sich täglich bis zu 70 Reisebusse durch die Freienwalder und die Genslerstraße. Gefährliche Verkehrssituationen, Parkplatzprobleme sowie Lärm- und Abgasbelastungen sind die Folgen.

Das Kooperationsprojekt zwischen der TU Berlin und der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen wird vom Leiter des Fachgebiets für Integrierte Verkehrsplanung am Institut für Land- und Seeverkehr, Prof. Oliver Schwedes, geleitet. Vorgesehen sind Befragungen von Besuchern, Busfahrern, Anwohnern und Experten. Zudem soll das Verkehrsgeschehen mit Hilfe von Beobachtungen, Zählungen und Videoaufnahmen analysiert werden. Auf dieser Basis sollen Verbesserungsvorschläge erarbeitet werden, die der Gedenkstätte, dem Bezirk Lichtenberg und anderen Interessierten später präsentiert werden. Das Projekt soll auch Aussagen darüber treffen, wie Verkehrsströme vor anderen Berliner Gedenkstätten und Museen nachhaltiger organisiert werden können.

Im vergangenen Jahr haben über 436.000 Besucher die Gedenkstätte im ehemaligen zentralen Untersuchungsgefängnis des DDR-Staatssicherheitsdienstes besichtigt. Seit ihrer Gründung 1994 sind die Besucherzahlen stetig gewachsen. Bis Ende 1989 lag das Gefängnis in einem Sperrgebiet, das nur von Mitarbeitern des Staatssicherheitsdienstes betreten werden durfte.

Kontakt:
André Kockisch
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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