3.12.2015 | Viermillionster Besucher im Ex-Stasi-Gefängnis begrüßt

Glückwünsche für bayerischen Schüler

Am heutigen Donnerstag (03.12.) hat die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen ihren viermillionsten Besucher empfangen. Der 16-jährige Schüler Alex Frimann von der Anton-Heilingbrunner-Schule aus dem bayerischen Wasserburg bekam von der Gedenkstätte einen Blumenstrauß und ein Buchgeschenk überreicht. Berlins Kulturstaatssekretär Tim Renner überreichte dem Jubiläumsgast einen Buddybären. Weitere Glückwünsche kamen von Ministerialdirigent Günter Winands, der Kulturstaatsministerin Monika Grütters vertrat.

Renner betonte, wie wichtig das frühere Stasi-Gefängnis für die jüngeren Generationen sei. „Hohenschönhausen nimmt als Schlüsselort seit 20 Jahren einen zentralen Platz in der nationalen Erinnerungskultur ein. Das gilt es auch für die Zukunft zu bewahren,“ so Renner.

Gedenkstättendirektor Knabe wies darauf hin, dass Schülergruppen der Hauptteil der Besucher sei. Von den mehr als 440.000 Besuchern des Jahres 2015 würden mehr als die Hälfte aus dem schulischen Bereich kommen. „Ich freue mich, dass sich so viele Menschen für die jüngste deutsche Geschichte interessieren. Es ist unser aller Aufgabe, die Erfahrungen mit der kommunistischen Diktatur in Ostdeutschland an die junge Generation weiterzugeben. Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen spielt dabei eine besonders bedeutende Rolle,“ erklärte der Historiker.

Die Gedenkstätte verzeichnet seit Jahren stark steigende Besucherzahlen. Während im Gründungsjahr 1994 insgesamt 3.000 Menschen das ehemalige Stasi-Gefängnis besichtigten, waren es im Jahr 2014 bereits 436.000. Mehr als 200.000 von ihnen waren Schüler.

Kontakt:
André Kockisch, Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Telefon: 030 / 98 60 82-413
E-Mail: a.kockisch@stiftung-hsh.de

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