30.12.2016 | Besucherrekord in ehemaligem Stasi-Gefängnis

455.000 Menschen besuchten 2016 Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen hat einen neuen Besucherrekord verzeichnet. Knapp 455.000 Menschen besuchten im Jahr 2016 die ehemalige zentrale Untersuchungshaftanstalt des DDR-Staatssicherheitsdienstes. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Zuwachs von 11.000 Besuchern. Seit Gründung der Gedenkstätte 1994 sind die Besucherzahlen ununterbrochen angestiegen. Insgesamt haben damit mehr als 4,4 Millionen Menschen das frühere Stasi-Gefängnis besichtigt.

Fast 393.000 Interessierte nahmen 2016 an einer Führung durch die original erhaltene Haftanstalt teil (2015: 389.000). Mehr als die Hälfte (224.000) waren Schüler. Die meisten Besucher (300.000) kamen im Rahmen einer Gruppenführung, vor allem aus Nordrhein-Westfalen (45.000), Bayern (44.500) und Baden-Württemberg (37.000). Aus Berlin kamen mit 14.100 etwas weniger Gruppenbe-sucher als im Vorjahr (2015: 15.800 Besucher). Aus den neuen Bundesländern kamen 13.300 Gruppenbesucher, nahezu wie im Vorjahr (2015: 14.000 Besucher).

Die Zahl der Gruppen aus dem Ausland blieb mit 71.000 Besuchern auf dem Vorjahresstand (2015: 72.000 Teilnehmer). Die meisten internationalen Gruppenbesucher kamen aus Dänemark (15.500), Norwegen (14.400), den Niederlanden (12.100) und Großbritannien (7.300). Die Zahl der Teilnehmer an öffentlichen Rundgängen blieb gleichbleibend hoch bei 92.200. Zusätzlich zu den englischen Rundgängen bietet die Gedenkstätte seit Sommer auch Führungen in russischer Sprache für Einzelbesucher an. Vor allem ausländische Berlin-Touristen konnten so besser angesprochen werden.

Die Dauerausstellung „Inhaftiert in Hohenschönhausen: Zeugnisse politischer Verfolgung 1945-1989“ stieß ebenfalls auf großes Interesse. 62.000 Menschen informierten sich 2016 über die Geschichte des Haftortes. Seit der Eröffnung Anfang Oktober 2013 verzeichnete die Schau somit fast 200.000 Besucher.

Kontakt:
André Kockisch, Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Telefon: 030 / 98 60 82-413
E-Mail: a.kockisch@stiftung-hsh.de


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