17.11.2016 | Der Hass auf den Westen und seine Ursachen

9. Hohenschönhausen-Forum in Stasiopfer-Gedenkstätte

Die Ablehnung des westlichen Lebensmodells ist Thema einer Konferenz in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Ein breites Spektrum von Experten diskutiert darüber am Dienstag (22.11.) beim 9. Hohenschönhausen-Forum im ehemaligen Gefängnis des DDR-Staatssicherheitsdienstes. Die Tagung trägt den Titel „Der Hass auf den Westen – Kommunismus, Nationalsozialismus, Islamismus“ und wird zusammen mit der Konrad-Adenauer-Stiftung veranstaltet.

Eine antiwestliche Einstellung ist nach Auffassung der Veranstalter Kennzeichen fast aller totalitären Bewegungen und Regime der Neuzeit. Übereinstimmend würden sie die parlamentarische Demokratie verachten, wirtschaftliche Freiheiten einschränken und individuelle Grundrechte im Namen einer vermeintlich guten Sache außer Kraft setzen. Die Konferenz widmet sich den Ursachen dieser Verachtung für das westliche Lebensmodell und stellt aktuelle antiwestliche Orientierungen in Russland, in der Türkei und anderen islamischen Staaten in einen größeren historischen Kontext.

Im ersten Panel geht es in der Konferenz um die Ablehnung des Westens durch den Kommunismus, von der DDR über die 68er-Bewegung bis hin zu Russland als Nachfolgestaat der Sowjetunion. Im zweiten Panel diskutieren Experten über antiwestliche Einstellungen im Nationalsozialismus, die sich nicht nur in dessen Propaganda, sondern auch in der Außenpolitik niederschlugen. Im dritten Panel geht es um den Hass auf den Westen im Islamismus. Zu den Referenten der Konferenz gehören unter anderem der Islam-Kenner Bassam Tibi, die frühere Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und der Russland-Experte Boris Reitschuster. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos.

Das vollständige Programm ist im Internet veröffentlicht unter www.stiftung-hsh.de.

Termin: Dienstag, 22.11.2016, 9:00 bis 19:00 Uhr
Ort: Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Genslerstr. 66, 13055 Berlin

Medienvertreter sind herzlich eingeladen, um Anmeldung wird gebeten.

Kontakt:
André Kockisch, Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Telefon: 030 / 98 60 82-413
E-Mail: a.kockisch@stiftung-hsh.de


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