3.5.2016 | Diskussion über Zukunft der Stasi-Akten-Behörde

Veranstaltung in der Gedenkstätte Hohenschönhausen

Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen veranstaltet am Montag (09.05, 19 Uhr) eine öffentliche Diskussion zur Zukunft der Stasi-Unterlagen-Behörde. Eine Expertenkommission des Deutschen Bundestags hatte vorgeschlagen, die Behörde aufzulösen und die Stasi-Akten ins Bundesarchiv zu überführen. Neben dem Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, nehmen an der Veranstaltung die letzte Präsidentin der DDR-Volkskammer, Sabine Bergmann-Pohl, und die ehemalige Beauftragte für die Stasi-Unterlagen in Thüringen, Hildigund Neubert, teil. Beide gehörten der Expertenkommission an.

Auch der Vorsitzende des Kulturausschusses im Bundestag, Siegmund Ehrmann (SPD), und der kulturpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Marco Wanderwitz, stellen sich der Diskussion.

Die Kommission hatte ihre Vorschläge Mitte April dem Bundestag übergeben. Am 27. April fand im Ausschuss für Kultur und Medien eine Anhörung statt. Die Empfehlungen lösten eine kontroverse Debatte aus. Während Jahn von einer „guten Arbeitsgrundlage für den Bundestag“ sprach, warnte Frau Neubert, davor, dass das „Flaggschiff der DDR-Aufarbeitung versenkt“ wird. Das Land Berlin und die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag stellten sich gegen den Vorschlag, die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen einer Stiftung in der ehemaligen Stasi-Zentrale anzugliedern. Die Veranstaltung eröffnet erstmals die Möglichkeit, direkt mit den Verantwortlichen zu diskutieren.

Zeit: Montag, 9. Mai 2016, 19 Uhr
Ort: Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Genslerstr. 66, 13055 Berlin

Kontakt:
André Kockisch, Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Telefon: 030 / 98 60 82-413
E-Mail: a.kockisch@stiftung-hsh.de

 

Download der Pressemitteilung