7.6.2016 | Lange Nacht der Wissenschaften

Vorführung der „Stasi-Schnipsel-Maschine“

Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und das Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK) stellen am Samstag (11.6.) eine Maschine vor, die zerrissene Stasi-Dokumente wieder zusammenfügen kann. Im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften zeigen Wissenschaftler zwischen 18 Uhr und Mitternacht zu jeder vollen Stunde, wie der sogenannte „ePuzzler“ funktioniert.

Dazwischen finden Gespräche mit Stasi-Verfolgten, Politikern und Historikern statt. Rede und Antwort stehen unter anderem der Leiter der Abteilung Sicherheitstechnik am Fraunhofer-Institut, Bertram Nickolay, Gedenkstättendirektor Hubertus Knabe und der Bundestagsabgeordnete Philipp Lengsfeld. Mehrere Zeitzeugen berichten, was die Stasi über sie aufschrieb und welche Bedeutung die Akteneinsicht für sie hatte.

Während der Friedlichen Revolution im Herbst 1989 zerrissen Stasi-Mitarbeiter zahllose Dokumente. Bürgerrechtler füllten die Papierschnipsel in mehr als 15.000 große Säcke. Seit 2007 forscht das Fraunhofer-Institut daran, wie die zerrissenen Unterlagen per Computer wieder zusammengesetzt werden können. Anhand von Schrift, Farbe und Konturen der Schnipsel erkennt die Software, welche Teile zusammengehören. Anschließend werden sie digital zusammengesetzt.

Gespräche:

  • 18:00 Uhr: Dr. Bertram Nickolay, Fraunhofer-Institut IPK
  • 18:15 Uhr: Edda Schönherz, inhaftiert 1974
  • 19:00 Uhr: Dr. Philipp Lengsfeld, Mitglied des Bundestags
  • 20:00 Uhr: Thomas Raufeisen, inhaftiert 1981
  • 21:00 Uhr: Sigrid Grünewald, inhaftiert 1981
  • 22:00 Uhr: Dr. Hubertus Knabe, Gedenkstättendirektor
  • 23:00 Uhr: Lilo Fuchs, Witwe des Schriftstellers Jürgen Fuchs, der 1976 inhaftiert wurde

Ort: Fraunhofer-Institut IPK, Pascalstraße 8-9, 10587 Berlin

Kontakt:
André Kockisch, Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Telefon: 030 / 98 60 82-413
E-Mail: a.kockisch@stiftung-hsh.de

 
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