15.6.2016 | Sonderführungen durch Ost-Berliner Polizeigefängnis

Gedenkstätte erinnert an DDR-Volksaufstand vom 17. Juni

Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen bietet am Wochenende Sonderführungen durch das frühere Ost-Berliner Polizeigefängnis an. Am 17., 18. und 19. Juni können sich Interessierte von ehemaligen politischen Häftlingen durch das sonst gesperrte Gebäude unweit des Alexanderplatzes führen lassen.

Die Führungen finden um 12, 15 und 16 Uhr statt. Rundgänge für Gruppen können bei der Gedenkstätte für 11, 13 und 14 Uhr gebucht werden. Treffpunkt ist der Eingang zum Gefängnis an der Keibelstraße 36. Nähere Informationen gibt es auf der Website der Gedenkstätte (www.stiftung-hsh.de).

Das seit 1996 leer stehende Polizeigefängnis spielte während des Volksaufstands in der DDR am 17. Juni 1953 eine wichtige Rolle. Die Aufständischen versuchten damals vergeblich, das Gebäude zu besetzen. Nach der Niederschlagung des Aufstands waren hier viele Demonstranten in Haft. Mit den Führungen will die Gedenkstätte daran erinnern, dass das Gefängnis ein wichtiger und bisher unzugänglicher Berliner Erinnerungsort ist. Zusammen mit ehemaligen Häftlingen setzt sie sich seit mehreren Jahren dafür ein, dass es dauerhaft für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Der Förderverein der Gedenkstätte wird am Freitag (17.06., 15 Uhr) im Hof des ehemaligen Gefängnisses einen Kranz niederlegen, um der Opfer des Volksaufstandes zu gedenken. An der Kranzniederlegung werden auch der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, und der Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, teilnehmen.

Kontakt:
André Kockisch, Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Telefon: 030 / 98 60 82-413
E-Mail: a.kockisch@stiftung-hsh.de


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