24.8.2016 | Theater im Stasi-Gefängnis

Einladung zur Pressevorführung am 27.08.

Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen präsentiert im ehemaligen zentralen Stasi-Gefängnis an neun Abenden im September das Theaterstück „Die Kugel und das Opium“. Das Stück entstand nach Texten des chinesischen Dissidenten und Schriftstellers Liao Yiwu und des früheren Stasi-Häftlings Mario Röllig. Am Samstag (27.08., 18 Uhr) findet in Anwesenheit der Zeitzeugen eine Pressevorstellung statt, zu der wir herzlich einladen. Die Inszenierung der Theatermacher Johanna Marx und Stephan Knies ist eine Uraufführung.

Der Schriftsteller und Dichter Yiwu war wegen seiner Kritik am chinesischen Staat mehrere Jahre in politischer Haft. Seit seiner Flucht nach Deutschland 2011 lebt er im politischen Exil in Berlin. Sein Werk „Fräulein Hallo und der Bauernkaiser: Chinas Gesellschaft von unten“ hat ihm internationale Anerkennung verliehen. In dem sozialkritischen Werk beschäftigt er sich mit der heutigen chinesischen Gesellschaft. Im Buch „Für ein Lied und hundert Lieder“ hat er seine Haft in chinesischen Gefängnissen verarbeitet. Er ist Preisträger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels (2012) und des Geschwister-Scholl-Preises (2011).

Mario Röllig wollte 1987 als 19-Jähriger über Ungarn nach Jugoslawien flüchten. Die Flucht scheiterte und er wurde in das Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit nach Berlin-Hohenschönhausen gebracht. Durch eine generelle Amnestie wurde er drei Monate später freigelassen. Ein Jahr später konnte er nach West-Berlin ausreisen. Röllig arbeitet in der Gedenkstätte als Besucherreferent.

Pressevorführung
Zeit: Samstag, 27.08.2016, 18 Uhr
Ort: Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Genslerstr. 66, 13055 Berlin

Kontakt:
André Kockisch, Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Telefon: 030 / 98 60 82-413
E-Mail: a.kockisch [at] stiftung-hsh.de


Download der Pressemitteilung