16.2.2018 | Gedenkstätte: Aufklärung über Linksextremismus erfolgreich

Knabe: „Die meisten Schüler finden das Thema sehr interessant“

Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen hat Berichte zurückgewiesen, dass Berliner Schulen kein Interesse an Aufklärungsprogrammen über die Gefahren des Linksextremismus hätten. „Seit 2011 klären wir Schülerinnen und Schüler erfolgreich über Linksextremismus auf,“ erklärte Gedenkstättendirektor Hubertus Knabe. „Allein im vergangenen Jahr nahmen daran mehr als 2800 Jugendliche aus Berlin teil. Die meisten Schüler finden das Thema sehr interessant und wünschen sich mehr Informationen.“

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte am Mittwoch (14.2.) im Abgeordnetenhaus erklärt, beim Kampf gegen den Linksextremismus fehle es an Akzeptanz und am Erfolg entsprechender Programme. Der Berliner Verfassungsschutz und der Staatsschutz der Polizei hätten Schulen seit 2010 das Angebot gemacht, Unterrichtseinheiten zum Thema Linksextremismus zu geben. Dieses Angebot sei von den Schulen kein einziges Mal in Anspruch genommen worden. . Geisel reagierte damit auf einen Vorschlag der CDU, einen „Aktionsplan gegen linke Gewalt“ zu entwickeln.

Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen führte nach eigenen Angaben allein im vergangenen Jahr 346 Seminare zur Aufklärung über den Linksextremismus durch. Das Bildungsangebot wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Seit Beginn des Programms nahmen insgesamt 48 Berliner Bildungseinrichtungen an 214 Aufklärungsseminaren teil. Mehr als die Hälfte der Seminarteilnehmer gab in einer repräsentativen Umfrage an, in Zukunft besser mit politischem Extremismus umgehen zu können.

Kontakt:
André Kockisch, Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Telefon: 030 / 98 60 82-413
E-Mail: a.kockisch@stiftung-hsh.de


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