Vom Stasi-Gefängnis zum Erinnerungsort

20 Jahre Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Mittwoch, 25. Juni 2014, 19.00 Uhr
Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Genslerstraße 66, 13055 Berlin Weniger anzeigen

Gefaengnis zum Erinnerungsort Titel
Historische Aufnahme der Genslerstraße 66
© Landesarchiv Berlin

Vor 20 Jahren, im Juni 1994, nahm die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen ihre Arbeit auf. Nur vier Jahre nach Schließung der wichtigsten Haftanstalt des Staatssicherheitsdienstes begann die Aufarbeitung eines der dunkelsten Kapitel der DDR. Vor allem ehemaligen Häftlingen ist es zu verdanken, dass das Gefängnis nach der deutschen Wiedervereinigung nicht weitergenutzt, sondern zum zentralen Erinnerungsort für die Opfer der SED-Diktatur ausgebaut wurde.

Wohl niemand hätte damals gedacht, dass 20 Jahre später jedes Jahr fast 400.000 Besucher die Gedenkstätte im Nordosten Berlins besuchen würden. Nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland symbolisiert sie heute wie kein anderer Ort das System politischer Verfolgung in der DDR. Die Tatsache, dass das Gefängnis fast unverändert erhalten geblieben ist und die Besucher zumeist von ehemaligen Häftlingen durch das Gelände geführt werden, macht die Besichtigung für viele zu einem besonders berührenden Erlebnis.

Wie kam es dazu, dass die Haftanstalt so früh unter Denkmalschutz gestellt wurde? Welche Widerstände mussten überwunden, welche Probleme gelöst werden? Wem fällt das Verdienst zu, dass die Haftanstalt – anders als die Berliner Mauer – vor dem Abriss bewahrt wurde? Beteiligte aus der Gründungszeit der Gedenkstätte erinnern sich, ziehen Bilanz und wagen einen Blick in die Zukunft.

PROGRAMM

Begrüßung

Helmuth Frauendorfer, stellv. Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Diskussion

  • Dr. Gabriele Camphausen, erste wissenschaftliche Leiterin der Gedenkstätte
  • Mike Fröhnel, Besucherreferent in der Gedenkstätte seit 1994
  • Dr. Hubertus Knabe, Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
  • Dr. Stefan Wolle, Mitglied der Fachkommission zur Konzeption der Gedenkstätte
  • Dr. Jörg Kürschner (Moderation), Journalist

Empfang