Der leere Stuhl

Titelbild HP

Der leere Stuhl

Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo und die Unterdrückung der Opposition in China

9. Dezember 2016, 19 Uhr

Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Genslerstr. 66, 13055 Berlin

Sein Stuhl blieb leer, als am 10. Dezember 2010, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, der Friedensnobelpreis in Oslo an den chinesischen Bürgerrechtler Liu Xiaobo verliehen wurde. Die chinesischen Behörden verweigerten ihm die Ausreise nach Norwegen. Ein Jahr zuvor war der Schriftsteller wegen "Untergrabung der Staatsgewalt" in einem eintägigen Prozess zu elf Jahren Haft verurteilt worden, weil er sich für Reformen in China eingesetzt hatte. Seit nunmehr sieben Jahren sitzt er im Gefängnis.

Was kann man tun gegen ein wirtschaftlich und militärisch mächtiges Regime, das seine Kritiker einschüchtert oder kurzerhand ins Gefängnis wirft? Darüber diskutieren Experten und Engagierte am Vortag des Internationalen Tages der Menschenrechte im ehemaligen Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen.

Programm

Begrüßung

Helmuth Frauendorfer, Stv. Direktor Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Der Kampf für Menschenrechte in China – ein Praxisbericht

Roland Kühne, Pfarrer und Lehrer, Kempen

Diskussion

  • Liao Yiwu, chinesischer Schriftsteller, Berlin
  • Tienchi Martin-Liao, Autorin und Vorsitzende des chinesischen PEN-Zentrums, Köln
  • Dirk Pleiter, China-Experte der Organisation Amnesty International, Berlin
  • Ruth Kirchner, langjährige Hörfunkkorrespondentin in China, ARD, Berlin
  • Moderation: Helmuth Frauendorfer, Stv. Direktor Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Anmeldung unter:
Telefon: 030 / 98 60 82-413
E-Mail: a.kockisch@stiftung-hsh.de

Der Eintritt ist frei.