26.9.2017 | Ankündigung

HSH Forum Titel
Der Traum vom Kommunismus führte nicht nur in Russland zu Diktatur und massenhafter Verfolgung. Ausgerechnet die Utopie einer Befreiung von wirtschaftlicher Ausbeutung und politischer Unterdrückung hat Millionen Menschenleben gekostet, so viele wie keine andere Ideologie. Kommunismus und Gewalt - das Thema des diesjährigen Hohenschönhausen-Forums.

10. Hohenschönhausen-Forum

Kommunismus und Gewalt – Ideologie und Praxis eines Herrschaftssystems

Montag, 6. November 2017

Christliches Sozialwerk Berlin e.V.

Landsberger Allee 225, 13055 Berlin

Der Traum vom Kommunismus führte nicht nur in Russland zu Diktatur und massenhafter Verfolgung. Ausgerechnet die Utopie einer Befreiung von wirtschaftlicher Ausbeutung und politischer Unterdrückung hat Millionen Menschenleben gekostet, so viele wie keine andere Ideologie.

Warum endete die Idee des Kommunismus immer in Gewalt? Ist diese schon in den Theorien von Marx und Engels angelegt oder hat sie sich erst nach der Machtergreifung der Bolschewiki in Russland entwickelt? Ist massenhafte Unterdrückung eine Fehlentwicklung der ursprünglichen Idee oder deren eigentliches Gesicht? Und warum stößt Gewalt vielfach bis heute auf Verständnis, wenn sie im Namen einer linken Heilsbotschaft ausgeübt wird?

Darüber diskutieren Experten auf dem 10. Hohenschönhausen-Forum.

Achtung: abweichender Veranstaltungsort!

Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.

Telefon: 030 / 98 60 82-413
Telefax: 030 / 98 60 82-464
a.kockisch[at]stiftung-hsh.de

9.15 Uhr – Begrüßung

  • Dr. Hubertus Knabe, Direktor Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
  • Dr. Michael Borchard, Stv. Leiter Hauptabteilung Wissenschaftliche Dienste/Archiv für Christlich-Demokratische Politik, Konrad-Adenauer-Stiftung, Berlin

9.30-10 Uhr

Von der Idee zur Tat – Wie viel Gewalt steckt im Marxismus?
Dr. Gerd Koenen, Publizist und freiberuflicher Historiker, Frankfurt am Main

10-12 Uhr – Panel I: Ursprünge

  • Wo kommt das Töten her? – Ideologische Grundlagen des Kommunismus
    Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig, Universität Passau
  • Kein Platz für Gotteshäuser – Der Kommunismus als Ersatzreligion
    Dr. habil. Katharina Kunter, Historikerin, Frankfurt am Main
  • Die Tscheka – Prototyp eines kommunistischen Terrorinstrumentes
    Dr. Jan C. Behrends, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
  • Am Anfang war Gewalt – Die deutsche Revolution 1918/19
    Dr. Mark Jones, UCD Centre for War Studies
  • Moderation: Sven Felix Kellerhoff, Journalist Die Welt, Berlin

12-14 Uhr – Mittagspause

In dieser Zeit besteht die Möglichkeit, die Ausstellung „Der Rote Gott. Stalin und die Deutschen“ in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen zu besichtigen. Ein Shuttlebus sichert den Transport zwischen Veranstaltungsort und Gedenkstätte.

14-14.30 Uhr – Hohenschönhausen-Rede

Was wir aus der Geschichte des Kommunismus lernen können
Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlands

14.30-16 Uhr – Panel II: Der Kommunismus an der Macht

  • Gewalt als Herrschaftsprinzip – Stalins Sowjetunion
    Prof. Dr. Jörg Baberowski, Humboldt-Universität zu Berlin
  • Dimensionen politischer Gewalt in der DDR – Von der körperlichen zur psychischen Folter
    Prof. Dr. Klaus Schroeder, Freie Universität Berlin
  • Exportierte Gewalt – Der Kommunismus in Afrika
    Prof. Dr. Siegmar Schmidt, Universität Koblenz-Landau
  • Die „perfekte Revolution“ – Die Roten Khmer in Kambodscha
    Prof. Dr. Volker Grabowsky, Universität Hamburg
  • Moderation: Dr. Norbert Seitz, Freier Hörfunkjournalist

16-16.30 Uhr – Kaffeepause

16.30-18 Uhr – Panel III: Politische Gewalt heute

  • Abschottung und Größenwahn – Kommunismus und Gewalt in Nordkorea
    Jan Janowski, Länderreferent Auswärtiges Amt
  • „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ – Das Beispiel Venezuela
    Dr. Manuel Silva-Ferrer, Freie Universität Berlin
  • Auf dem linken Auge blind? – Extremistische Gewalt in Deutschland
    Dr. Rudolf van Hüllen, Politikwissenschaftler, Krefeld
  • Politische Gewalt in Berlin – Ursachen und Gegenstrategien
    Tom Schreiber, MdA, Sprecher für Verfassungsschutz
  • Moderation: Helmuth Frauendorfer, stv. Direktor Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

18 Uhr – Resümee

Dr. Michael Borchard, Stv. Leiter Hauptabteilung Wissenschaftliche Dienste/Archiv für Christlich-Demokratische Politik, Konrad-Adenauer-Stiftung, Berlin