17.2.2017 | Ankündigung

Geheimes Karlshorst
Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe über das geheime Karlshorst bietet die Gedenkstätte mit dem Deutsch-Russischen Museum Karlshorst einen Vortrag über die sowjetische Geheimpolizei NKWD an. Der Geheimdienst hatte 1945 in der Köpenicker Straße in dem Ost-Berliner Bezirk ein Gefängnis eingerichtet. Der Historiker Peter Erler stellt den Haftort vor.

Geheimes Karlshorst

„GPU-Keller“ und Innere Gefängnisse. Haftorte und Strukturen der sowjetischen Geheimpolizei in Berlin 1945 bis 1955

4. April 2017, 19 Uhr

Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst
Zwieseler Str. 4 | 10318 Berlin

Von 1945 bis 1955 wurden rund 200.000 Zivilisten deutscher Staatsangehörigkeit von der sowjetischen Geheimpolizei eingekerkert und interniert. Rund 35.000 von ihnen verurteilten Militärtribunale und Sondergerichte zu langjährigen Haftstrafen oder zum Tod durch Erschießen.

Was ursprünglich zum Zwecke der von allen alliierten Siegermächten beschlossenen Separierung und Bestrafung von nationalsozialistischen Aktivisten geplant war, entwickelte sich in der SBZ/DDR bald zu einem entscheidenden Bestandteil des politischen Repressionssystems gegen die einheimische Bevölkerung. Die erste Station nach der Verhaftung waren zumeist Arrestlokale und Verhörzentralen, für die sich schnell der umgangssprachliche Begriff „GPU-Keller“ durchsetzte.

Der Historiker Peter Erler erforscht seit Jahren auf Grundlage von russischen Archivquellen und Zeitzeugenberichten die Haftorte und Strukturen der sowjetischen Geheimpolizei in Berlin. Ergebnisse seiner Recherchen werden in einem Bildvortrag präsentiert.

In Kooperation mit dem Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst


Anmeldung nicht erforderlich