17.2.2017 | Ankündigung

Geheimes Karlshorst
Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe über das geheime Karlshorst bietet die Gedenkstätte mit dem Deutsch-Russischen Museum Karlshorst einen Vortrag über die sowjetische Geheimpolizei NKWD an. Der Geheimdienst hatte 1945 in der Köpenicker Straße in dem Ost-Berliner Bezirk ein Gefängnis eingerichtet. Der Historiker Peter Erler stellt den Haftort vor.

Geheimes Karlshorst

Über die sowjetischen Aktivitäten in einem Berliner Vorort zwischen 1945 und 1992

4. April 2017, 19 Uhr

Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst
Zwieseler Str. 4 | 10318 Berlin

In Karlshorst ging mit der Kapitulation der Wehrmacht vom 8. Mai 1945 der Zweite Weltkrieg in Europa zu Ende. Das ist nicht zuletzt deswegen bekannt, weil an diesem historischen Ort 1967 ein öffentlich zugängliches Museum eröffnete.

Über die Aktivitäten der Nachbarn, von NKWD, KGB, GRU bis hin zur Stasi, ist aber wenig bekannt. Karlshorst war von 1945 bis 1992 Sitz zahlreicher sowjetischer Dienste und Behörden, über deren Aktivitäten in der Reihe »Geheimes Karlshorst« berichtet werden soll.

Noch heute sind bauliche Überreste der Gebäude und Liegenschaften in Karlshorst sichtbar. Diese Orte sind der jeweilige Ausgangspunkt der Betrachtung. In die Themenabende führt ein Expertenvortrag ein, einzelne Aspekte werden in der anschließenden Diskussion vertieft.

Die sowjetische Geheimpolizei NKWD, fester Bestandteil des sowjetischen Herrschaftsapparates, wählte sich das St. Antonius-Krankenhaus als Residenz. 1945 richtete sie dort ein sowjetisches Untersuchungsgefängnis ein, das bis 1962 bestand. Zu klären ist, inwieweit die Verhaftungs- und Verfolgungspolitik des NKWD der Entnazifizierung Deutschlands oder aber der Verfolgung politisch
Andersdenkender diente.

In Kooperation mit dem Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst


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