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George Heinrich

Heinrich George

Literatur

  • Drews, Berta: Mein Mann Heinrich George. Mit einem Vorwort von Götz George, einem Nachwort von Jan George sowie dem Briefwechsel zwischen Berta Drews und Heinrich George während seiner sowjetischen Lagerhaft 1945/46 mit seinen Gedichten. (2013)
  • Fricke, K.: Spiel am Abgrund. Heinrich George. Eine politische Biographie (2000)
  • Maser, W.: Heinrich George. Mensch aus Erde gemacht. Die politische Biographie (1998)

Der 1893 in Stettin geborene Heinrich George galt als einer der bedeutendsten Film- und Bühnenkünstler Deutschlands. George sympathisierte zunächst mit dem Kommunismus, arrangierte sich aber nach 1933 mit den Nationalsozialisten. 1938 wurde er Generalintendant des Schiller-Theaters Berlin.

Nach Kriegsende internierte ihn das sowjetische Volkskommissariat für Inneres (NKWD) im Speziallager Nr. 3 Berlin-Hohenschönhausen. Ihm wurde unter anderem die Beteiligung an NS-Propagandafilmen und Durchhalteappelle kurz vor Kriegsende vorgeworfen. Entlastungszeugen, die bezeugten, dass er sich wiederholt für jüdische Künstlerkollegen eingesetzt hatte, waren nicht zugelassen. Aus seiner Haftzeit sind Briefe an seine Frau Berta Drews überliefert, in denen er seine Beteiligung am Lagertheater beschreibt und die Sorge um die Situation seiner Familie äußert.

Im Sommer 1946 kam George in das Speziallager Sachsenhausen, wo er wenig später an den Folgen einer Blinddarmentzündung starb. Der Schauspieler erhielt ein Einzelgrab, das nach der Wiedervereinigung anhand von Häftlingsbeschreibungen gefunden wurde. Seine letzte Ruhestätte fand der Schauspieler 1994 auf dem Städtischen Friedhof Berlin-Zehlendorf. 1998 wurde er von den russischen Behörden rehabilitiert.